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Räuchermännchen und Räucherkerzen
Ein Räuchermännchen ist laut Wikipedia eine Holzfigur zum Abbrennen von Räucherkerzen. Du stellst die Kerze unten ein, setzt den hohlen Oberkörper auf, und der Rauch tritt oben aus dem Mund. Hier steht, was in den Kerzen steckt, woher die Tradition kommt und wie du sicher räucherst.
Was ist ein Räuchermännchen?
Ein Räuchermännchen (erzgebirgisch „Raachermannel“) ist laut Wikipedia eine Holzfigur, in der du Räucherkerzen abbrennst. Es gehört zur erzgebirgischen Volkskunst und zum regionalen Weihnachtsbrauchtum.
Die Figur hat zwei Teile. Die angezündete Räucherkerze steht auf einer Blechronde im unteren Teil. Darauf sitzt der ausgehöhlte Oberkörper. Der Rauch steigt nach oben und tritt aus dem Mundloch aus. Luftöffnungen im unteren Teil sorgen dafür, dass die Kerze Sauerstoff bekommt.
Was steckt in Räucherkerzen?
Räucherkerzen sind laut Wikipedia kegelförmiges Räucherwerk, das vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit abgebrannt wird. Sie bestehen unter anderem aus Weihrauchbaumharz, Holzkohle, Kartoffelmehl, Sandelholz und Rotbuchenmehl. Die Stoffe werden gemahlen, zu einem feuchten Teig verarbeitet, geformt und getrocknet.
Dazu gibt es Düfte wie Weihrauch, Tanne, Honig und Zimt, außerdem Blumendüfte. Welcher Duft zu dir passt, entscheidest du nach Geschmack.
Woher kommen Räuchermännchen und Räucherkerzen?
Das Räuchermännchen gehört laut Wikipedia zur erzgebirgischen Volkskunst. Die Herstellung von Räucherkerzen ist laut Wikipedia seit etwa 1750 in Crottendorf überliefert. Pappmachéfiguren entstanden um 1820 bis 1830 in Sonneberg, Holzfiguren fertigten laut Wikipedia Ferdinand Frohs und Gotthelf Friedrich Haustein um 1850 in Heidelberg bei Seiffen. Die Tradition der Räucherkerze geht laut Wikipedia auf den Weihrauch in der katholischen Liturgie zurück.
Hersteller von Räucherkerzen nennt Wikipedia unter anderem in Crottendorf, Mohorn-Grund und Neudorf, weitere in Bockau und Aue. Viele moderne Räuchermännchen entstehen laut Wikipedia nicht mehr im Erzgebirge. Wer Wert auf die Herkunft legt, schaut deshalb auf die Angabe des Herstellers.
So räucherst du mit dem Räuchermännchen
So räucherst du mit dem Räuchermännchen:
- Platz wählen
Stell die Figur auf eine ebene, feuerfeste Fläche ohne Zugluft. Halte Abstand zu Vorhängen, Decken und Papier.
- Kerze einsetzen
Stell die Räucherkerze auf die Blechronde im unteren Teil.
- Anzünden
Zünd die Spitze an und warte, bis die Kerze glimmt.
- Oberkörper aufsetzen
Steck den hohlen Oberkörper auf den unteren Teil. Der Rauch tritt dann am Mund aus.
- Nicht allein lassen
Lass die Kerze nie unbeaufsichtigt brennen. Sie brennt etwa 15 bis 20 Minuten.
Das Umweltbundesamt rät bei Räucherkerzen, ausreichend zu lüften. Lüfte den Raum vor und nach dem Räuchern gut durch. Solange die Kerze brennt, vermeidest du nur Zugluft. Hast du empfindliche Atemwege oder eine Vorerkrankung, oder bist du schwanger, frag im Zweifel deine Ärztin oder deinen Arzt.
Räuchermännchen oder Rückfluss-Gefäß?
Beim Räuchermännchen steigt der Rauch nach oben und tritt am Mund aus. Beim Rückfluss-Gefäß fließt er dagegen an der Figur nach unten. Dafür brauchst du Rückfluss-Kegel mit hohlem Kanal. Normale Räucherkerzen passen für das Räuchermännchen, Rückfluss-Kegel für das Rückfluss-Gefäß. Wie das Gefäß funktioniert, erklärt die Seite Räucherwasserfall, die Kegel der Beitrag Rückfluss Räucherkegel.
Welche Räucherkerze passt?
Die Kerze muss auf die Blechronde im unteren Teil passen. Den Duft suchst du nach Geschmack aus. Die Liste der Düfte steht weiter oben.
Für den Rückfluss-Effekt, bei dem der Rauch nach unten fließt, brauchst du dagegen ein anderes Gefäß und Kegel mit hohlem Kanal.
Wenn das Räuchermännchen nicht zieht
Die Kerze braucht Sauerstoff. Laut Wikipedia sorgen Luftöffnungen im unteren Teil für die Sauerstoffzufuhr. Prüf deshalb drei Dinge:
- Die Luftöffnungen im unteren Teil sind frei.
- Die Kerze steht auf der Blechronde und brennt noch.
- Der Oberkörper sitzt richtig auf dem unteren Teil.
Das sind wenige Handgriffe.
Fazit: Räuchermännchen und Räucherkerzen
Figur, Kerze, frische Luft.
Mehr braucht ein Räuchermännchen nicht. Stell es feuerfest auf, lass die Kerze nie allein und lüfte danach. Weiter geht es mit dem Räucherkerzen Adventskalender oder mit der Anleitung zum Räucherkegel anzünden.
FAQ: Räuchermännchen und Räucherkerzen
Was ist ein Räuchermännchen?
Eine Holzfigur zum Abbrennen von Räucherkerzen, Teil der erzgebirgischen Volkskunst und des regionalen Weihnachtsbrauchtums.
Wie funktioniert ein Räuchermännchen?
Die Kerze steht auf einer Blechronde im unteren Teil, der hohle Oberkörper sitzt darauf. Der Rauch steigt nach oben und tritt am Mund aus. Luftöffnungen unten liefern Sauerstoff.
Woraus bestehen Räucherkerzen?
Laut Wikipedia unter anderem aus Weihrauchbaumharz, Holzkohle, Kartoffelmehl, Sandelholz und Rotbuchenmehl.
Woher kommen Räucherkerzen?
Laut Wikipedia ist die Herstellung seit etwa 1750 in Crottendorf überliefert. Die Tradition geht auf den Weihrauch in der katholischen Liturgie zurück.
Funktionieren normale Räucherkerzen im Rückfluss-Gefäß?
Nein. Für den Rückfluss-Effekt brauchst du Rückfluss-Kegel mit hohlem Kanal. Normale Räucherkerzen brennst du im Räuchermännchen ab.
Ist Räuchern mit dem Räuchermännchen sicher?
Stell die Figur feuerfest auf, lass die Kerze nie unbeaufsichtigt und lüfte vor und nach dem Räuchern. Das Umweltbundesamt rät bei Räucherkerzen, ausreichend zu lüften. Bei empfindlichen Atemwegen frag deine Ärztin oder deinen Arzt.