Räucherkegel raucht in einem Keramik-Räuchergefäß neben Tannenzweigen und einer Kerze (KI-Bild)
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Ratgeber

Rauhnächte räuchern

Du willst in den Rauhnächten räuchern? Die Rauhnächte sind laut Wikipedia meist die zwölf Nächte vom 25. Dezember bis 6. Januar, und nach altem Brauch wurden Häuser und Ställe mit Weihrauch ausgeräuchert. Hier steht, was belegt ist, wie du heute sicher räucherst und was nicht belegt ist.

Aktualisiert am 7. Oktober 2026Lesezeit etwa 4 MinutenEnthält Affiliate-Links*
01Die Rauhnächte sind meist die zwölf Nächte vom 25. Dezember bis 6. Januar.
02Nach altem Brauch wurden Haus und Stall in dieser Zeit mit Weihrauch ausgeräuchert.
03Räuchern in den Rauhnächten ist freiwillig. Wirkungen sind nicht belegt.
04Ein Räucherkegel brennt etwa 15 bis 20 Minuten.
05Stell das Gefäß feuerfest auf und lüfte vor und nach dem Räuchern.
Einordnung

Was sind die Rauhnächte?

Die Rauhnächte sind laut Wikipedia meist die zwölf Nächte vom 25. Dezember bis 6. Januar. Die Universität Innsbruck zählt von der Nacht zum 24. Dezember bis zum 6. Januar und nennt als ursprünglichen Beginn den 21. Dezember, den Thomastag. Die Zählung hängt also von der Quelle und der Region ab. Regional sind es laut Wikipedia zwischen drei und zwölf Nächte.

Als besonders wichtig gelten laut Wikipedia vier Nächte: der 20. auf den 21. Dezember (Thomasnacht), der 24. auf den 25. Dezember (Christnacht), Silvester und der 5. auf den 6. Januar, der Vorabend des Dreikönigstags.

Woher der Name kommt, ist umstritten. Eine Deutung führt ihn auf das Beräuchern der Ställe zurück, eine andere auf „rauh“ im Sinn von haarig, bezogen auf fellbekleidete Dämonen.

Brauch

Der Brauch des Räucherns

Nach altem Brauch räucherten Priester oder Hofbauern in dieser Zeit die Ställe, meist mit Weihrauch. Sebastian Franck schrieb 1534, dass in diesen zwölf Nächten in jedem Haus täglich Weihrauch geräuchert werde. So steht es bei Wikipedia.

In Tirol war das Ausräuchern laut Universität Innsbruck verbreitet. Man nutzte Glut, Weihrauch und geweihte Kräuter und räucherte unter Gebet. Heute wird in manchen Orten Tirols noch am Weihnachtsabend, an Neujahr oder am Abend des Dreikönigsfestes geräuchert.

Räucherkegel in einem Gefäß mit Rauch auf einer Fensterbank, daneben Tannenzweige und Kerze, draußen SchneeKI-Bild
Räucherkegel im Gefäß auf der Fensterbank an einem Winterabend.
Räucherwerk

Womit du heute räucherst

Laut Wikipedia sind Räucherkerzen kegelförmiges Räucherwerk, das vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit abgebrannt wird. Sie bestehen unter anderem aus Weihrauchbaumharz, Holzkohle und Kartoffelmehl. Neben Weihnachtsdüften wie Weihrauch, Tanne, Honig und Zimt gibt es laut Wikipedia auch Blumendüfte.

Für zu Hause ist ein Kegel die einfache Wahl. Du brauchst keine Kohle, nur ein feuerfestes Gefäß. Soll der Rauch nach unten fließen, nimmst du Rückfluss-Kegel mit hohlem Kanal. Mehr dazu steht im Beitrag Rückfluss Räucherkegel, das Gefäß erklärt die Seite Räucherwasserfall.

Halter und Kegel zum Ansehen

8. Oktober 2026 13:33

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Sicherheit

So räucherst du sicher

So sieht ein einfaches Räuchern mit Kegel aus:

  1. Platz wählen

    Such eine ebene, feuerfeste Fläche ohne Zugluft. Halte Abstand zu Vorhängen, Decken und Papier.

  2. Kegel einsetzen

    Stell den Kegel in das Gefäß und achte auf einen festen Stand.

  3. Anzünden

    Zünd die Spitze an und warte, bis der Kegel glimmt.

  4. Nicht allein lassen

    Lass den Kegel nie unbeaufsichtigt brennen. Er brennt etwa 15 bis 20 Minuten.

  5. Lüften

    Lüfte den Raum danach gut durch.

Das Umweltbundesamt rät bei Räucherkerzen, ausreichend zu lüften. Lüfte den Raum vor und nach dem Räuchern gut durch. Solange der Kegel brennt, vermeidest du nur Zugluft. Hast du empfindliche Atemwege oder eine Vorerkrankung, oder bist du schwanger, frag im Zweifel deine Ärztin oder deinen Arzt.

Dunkle Räucherkegel auf einer Keramikschale, daneben Räuchergefäß, Orangenscheiben und TannenzapfenKI-Bild
Räucherkegel auf einer Keramikschale, daneben ein Räuchergefäß.
12Nächte laut Wikipedia
15 bis 20 Min.brennt ein Kegel etwa
5Schritte für sicheres Räuchern
Einordnung

Was nicht belegt ist

Zu den Rauhnächten steht viel im Netz, auch zu Räucherstoffen und ihren angeblichen Wirkungen. Die Quellen auf dieser Seite belegen den Brauch. Wirkungen belegen sie nicht. Auch die Bedeutungen einzelner Nächte, die du oft liest, stehen in diesen Quellen nicht. Laut Universität Innsbruck hielten manche Menschen in bestimmten Regionen eine Kopfbedeckung über den Rauch, zur vermeintlichen Vorbeugung von Kopfschmerzen.

Darum verspricht diese Seite nichts. Ob du in den Rauhnächten räucherst, bleibt dir überlassen.

Bräuche

Weitere Bräuche in den Rauhnächten

Neben dem Räuchern nennt Wikipedia weitere Bräuche:

  • Wahrsagungen wie Bleigießen und Wachsgießen
  • Lärm zur Abwehr, etwa Böllerschießen
  • regionale Bettelbräuche, zum Beispiel das Raunudlbedln in Bayern
  • in manchen Gegenden das Vermeiden von Wäschewaschen

Die meisten Belege stammen laut Wikipedia aus christlicher Zeit. Was davor war, lässt sich schwer rekonstruieren.

Sessel mit Wolldecke in einer Winterstube, im Hintergrund ein Räuchergefäß auf einer SteinplatteKI-Bild
Ein Räuchergefäß auf einer Steinplatte, mit Abstand zur Decke.
Fazit

Fazit: Rauhnächte räuchern

Ein Brauch, kein Muss.

Räuchern in den Rauhnächten hat eine lange Geschichte in Haus und Stall. Wenn du es ausprobierst, mach es sicher: feuerfest, nie allein und mit frischer Luft davor und danach. Weiter geht es mit dem Beitrag Räucherkegel anzünden oder mit Räuchern und Yoga.

Fragen

FAQ: Rauhnächte räuchern

Wann sind die Rauhnächte?

Laut Wikipedia meist die zwölf Nächte vom 25. Dezember bis 6. Januar. Die Universität Innsbruck zählt ab dem 24. Dezember, ursprünglich ab dem 21. Dezember.

Woher kommt der Name Rauhnächte?

Das ist umstritten. Eine Deutung verweist auf das Beräuchern der Ställe, eine andere auf fellbekleidete Dämonen.

Was räuchert man in den Rauhnächten?

Nach altem Brauch vor allem Weihrauch, in Tirol auch geweihte Kräuter. Für zu Hause ist ein Räucherkegel eine einfache Wahl.

Muss ich in jeder Rauhnacht räuchern?

Nein. In manchen Orten Tirols wird laut Universität Innsbruck heute noch am Weihnachtsabend, an Neujahr oder am Abend des Dreikönigsfestes geräuchert.

Ist Räuchern in der Wohnung sicher?

Stell das Gefäß feuerfest auf, lass den Kegel nie unbeaufsichtigt und lüfte vor und nach dem Räuchern. Das Umweltbundesamt rät bei Räucherkerzen, ausreichend zu lüften. Bei empfindlichen Atemwegen frag deine Ärztin oder deinen Arzt.

Welche Räucherkegel passen?

Für den Rückfluss-Effekt brauchst du Kegel mit hohlem Kanal. Normale Kegel brennen in einem flachen Halter. Mehr dazu steht im Beitrag Rückfluss Räucherkegel.

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