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Rauhnächte räuchern
Du willst in den Rauhnächten räuchern? Die Rauhnächte sind laut Wikipedia meist die zwölf Nächte vom 25. Dezember bis 6. Januar, und nach altem Brauch wurden Häuser und Ställe mit Weihrauch ausgeräuchert. Hier steht, was belegt ist, wie du heute sicher räucherst und was nicht belegt ist.
Was sind die Rauhnächte?
Die Rauhnächte sind laut Wikipedia meist die zwölf Nächte vom 25. Dezember bis 6. Januar. Die Universität Innsbruck zählt von der Nacht zum 24. Dezember bis zum 6. Januar und nennt als ursprünglichen Beginn den 21. Dezember, den Thomastag. Die Zählung hängt also von der Quelle und der Region ab. Regional sind es laut Wikipedia zwischen drei und zwölf Nächte.
Als besonders wichtig gelten laut Wikipedia vier Nächte: der 20. auf den 21. Dezember (Thomasnacht), der 24. auf den 25. Dezember (Christnacht), Silvester und der 5. auf den 6. Januar, der Vorabend des Dreikönigstags.
Woher der Name kommt, ist umstritten. Eine Deutung führt ihn auf das Beräuchern der Ställe zurück, eine andere auf „rauh“ im Sinn von haarig, bezogen auf fellbekleidete Dämonen.
Der Brauch des Räucherns
Nach altem Brauch räucherten Priester oder Hofbauern in dieser Zeit die Ställe, meist mit Weihrauch. Sebastian Franck schrieb 1534, dass in diesen zwölf Nächten in jedem Haus täglich Weihrauch geräuchert werde. So steht es bei Wikipedia.
In Tirol war das Ausräuchern laut Universität Innsbruck verbreitet. Man nutzte Glut, Weihrauch und geweihte Kräuter und räucherte unter Gebet. Heute wird in manchen Orten Tirols noch am Weihnachtsabend, an Neujahr oder am Abend des Dreikönigsfestes geräuchert.
KI-BildWomit du heute räucherst
Laut Wikipedia sind Räucherkerzen kegelförmiges Räucherwerk, das vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit abgebrannt wird. Sie bestehen unter anderem aus Weihrauchbaumharz, Holzkohle und Kartoffelmehl. Neben Weihnachtsdüften wie Weihrauch, Tanne, Honig und Zimt gibt es laut Wikipedia auch Blumendüfte.
Für zu Hause ist ein Kegel die einfache Wahl. Du brauchst keine Kohle, nur ein feuerfestes Gefäß. Soll der Rauch nach unten fließen, nimmst du Rückfluss-Kegel mit hohlem Kanal. Mehr dazu steht im Beitrag Rückfluss Räucherkegel, das Gefäß erklärt die Seite Räucherwasserfall.
Halter und Kegel zum Ansehen
So räucherst du sicher
So sieht ein einfaches Räuchern mit Kegel aus:
- Platz wählen
Such eine ebene, feuerfeste Fläche ohne Zugluft. Halte Abstand zu Vorhängen, Decken und Papier.
- Kegel einsetzen
Stell den Kegel in das Gefäß und achte auf einen festen Stand.
- Anzünden
Zünd die Spitze an und warte, bis der Kegel glimmt.
- Nicht allein lassen
Lass den Kegel nie unbeaufsichtigt brennen. Er brennt etwa 15 bis 20 Minuten.
- Lüften
Lüfte den Raum danach gut durch.
Das Umweltbundesamt rät bei Räucherkerzen, ausreichend zu lüften. Lüfte den Raum vor und nach dem Räuchern gut durch. Solange der Kegel brennt, vermeidest du nur Zugluft. Hast du empfindliche Atemwege oder eine Vorerkrankung, oder bist du schwanger, frag im Zweifel deine Ärztin oder deinen Arzt.
KI-BildWas nicht belegt ist
Zu den Rauhnächten steht viel im Netz, auch zu Räucherstoffen und ihren angeblichen Wirkungen. Die Quellen auf dieser Seite belegen den Brauch. Wirkungen belegen sie nicht. Auch die Bedeutungen einzelner Nächte, die du oft liest, stehen in diesen Quellen nicht. Laut Universität Innsbruck hielten manche Menschen in bestimmten Regionen eine Kopfbedeckung über den Rauch, zur vermeintlichen Vorbeugung von Kopfschmerzen.
Darum verspricht diese Seite nichts. Ob du in den Rauhnächten räucherst, bleibt dir überlassen.
Weitere Bräuche in den Rauhnächten
Neben dem Räuchern nennt Wikipedia weitere Bräuche:
- Wahrsagungen wie Bleigießen und Wachsgießen
- Lärm zur Abwehr, etwa Böllerschießen
- regionale Bettelbräuche, zum Beispiel das Raunudlbedln in Bayern
- in manchen Gegenden das Vermeiden von Wäschewaschen
Die meisten Belege stammen laut Wikipedia aus christlicher Zeit. Was davor war, lässt sich schwer rekonstruieren.
KI-BildFazit: Rauhnächte räuchern
Ein Brauch, kein Muss.
Räuchern in den Rauhnächten hat eine lange Geschichte in Haus und Stall. Wenn du es ausprobierst, mach es sicher: feuerfest, nie allein und mit frischer Luft davor und danach. Weiter geht es mit dem Beitrag Räucherkegel anzünden oder mit Räuchern und Yoga.
FAQ: Rauhnächte räuchern
Wann sind die Rauhnächte?
Laut Wikipedia meist die zwölf Nächte vom 25. Dezember bis 6. Januar. Die Universität Innsbruck zählt ab dem 24. Dezember, ursprünglich ab dem 21. Dezember.
Woher kommt der Name Rauhnächte?
Das ist umstritten. Eine Deutung verweist auf das Beräuchern der Ställe, eine andere auf fellbekleidete Dämonen.
Was räuchert man in den Rauhnächten?
Nach altem Brauch vor allem Weihrauch, in Tirol auch geweihte Kräuter. Für zu Hause ist ein Räucherkegel eine einfache Wahl.
Muss ich in jeder Rauhnacht räuchern?
Nein. In manchen Orten Tirols wird laut Universität Innsbruck heute noch am Weihnachtsabend, an Neujahr oder am Abend des Dreikönigsfestes geräuchert.
Ist Räuchern in der Wohnung sicher?
Stell das Gefäß feuerfest auf, lass den Kegel nie unbeaufsichtigt und lüfte vor und nach dem Räuchern. Das Umweltbundesamt rät bei Räucherkerzen, ausreichend zu lüften. Bei empfindlichen Atemwegen frag deine Ärztin oder deinen Arzt.
Welche Räucherkegel passen?
Für den Rückfluss-Effekt brauchst du Kegel mit hohlem Kanal. Normale Kegel brennen in einem flachen Halter. Mehr dazu steht im Beitrag Rückfluss Räucherkegel.